"Das" Tüftellabor gibt es nicht

Tüfteln kann man überall: Ob in der Werkstatt mit allem Drum und Dran oder in einem Provisorium mit wenige Hilfsmitteln. Erfinden kann man immer etwas. Das zeigen die Jungs und Mädels am TüftelCamp: 13 Labors mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen machen mit. An allen Standorten nehmen die Nachwuchstüftler am Ende tolle Forschungsmobile mit nach Hause.

Was braucht es zum Tüfteln? Nicht viel. Eigentlich. Denn erfinden, experimentieren und tüfteln kann man mit wenig: Material, Werkzeug und Platz braucht es grundsätzlich nicht viel. Was viel wichtiger ist: Zum Tüfteln braucht es eine gute Portion Neugier, eine Prise Fantasie, aber auch Durchhaltevermögen und Wille. All die Zutaten finden sich in jedem der dreizehn Labors des TüftelCamps 2018.

Eine Mission, unterschiedliche Möglichkeiten

Die Werkstätten selbst sind total unterschiedlich ausgerüstet. Während die einen TüftelCamper auf einer kurzfristig umgenutzten Baustelle tüfteln so wie in Wil. Sind die Jungs und Mädels in Luzern oder Neuhausen in vielseitig ausgerüsteten Werkstätten am Arbeiten.

Und trotzdem bearbeiten alle Kinder dasselbe Thema. Mit derselben Motivation und Freude verfolgen sie ihr Projekt: Am Freitag, dem letzten TüftelCamp-Tag nehmen sie alle ein selbstgebautes Tüftelmobil mit nach Hause.

Die Labors rund ums TüftelCamp verfolgen alle dieselbe Motivation: Sie wollen den Kindern Raum bieten, sich auszuprobieren, Ideen zu verwirklichen und Freude zu finden an der Arbeit mit den Händen und Werkzeugen. Unterstützt werden die Labors dabei auf unterschiedliche Weise.

Die einen tüfteln in der Superwerkstatt...

Das Tüftelwerk Luzern wird beispielsweise von der Albert Koechlin Stiftung finanziert. "Ein Segen" fürs Team vor Ort, dass sich so ganz der Arbeit mit den Kids widmen kann. Im Tüftelwerk werden so im ganzen Jahr unterschiedliche Workshops angeboten. Kinder können zudem nach einer Einführung an verschiedenen Nachmittagen selbstständig die offene Werkstatt nutzen. Diese ist ausgerüstet mit den unterschiedlichen Werkzeugen, Maschinen, mehrere Coaches kümmern sich um die jungen Tüftler. 

Auch das Team im go tec! Labor Neuhausen kann dank starken Partnern und Unterstützern aus der Industrie und Wirtschaft übers ganze Jahr Kurse, Workshops und Aktionen für den Nachwuchs anbieten. Eine grosse Industriehalle mit Werkstatt, Schulungs- und Pausenraum ist hier speziell für Kinder eingerichtet. Neben 3D-Druckern steht hier unter anderem auch ein Flugsimulator.

...die anderen auf der Baustelle

Anders sind die Voraussetzungen am TüftelCamp-Standort Wil: Getüftelt wird hier vom 9. bis 12. Oktober in einem Pop-up Labor. Standortleiterin Conny, die sich seit drei Jahren fürs TüftelCamp engagiert, hat in ihrer Region lange nach einem Platz zum Tüfteln gesucht. In letzter Minute hat sie eine Möglichkeit gefunden: Die Volkshochschule Wil ist im Umbau - kann aber aufgrund eines Baustopps nicht fertiggestellt werden. Fürs TüftelCamp kann ein Teil des "ausgehöhlten" zweiten Stockwerks genutzt werden. Das Material - Holz, Karton, Farben - stammt aus dem Privatbestand der Campleiterin und wird spontan von einem lokalem Schreiner gesponsert. Werkzeuge sind hier nur wenige vorhanden.

Den Tüftelspass trübt dies aber gar nicht, wie die Kinder vor Ort bestätigen. Sie alle freuen sich schon aufs Camp 2019 - und sind sicher wieder mit dabei. Wenn es Conny wiederum gelingt, eine Werkstatt zu finden. 

"Die beste Voraussetzung, um etwas zu erfinden, ist Langeweile."
(Manfred Roosens, Werkstattleiter Tüftelwerk Luzern)