Forschungsmobile starten durch

Die drei Tage tüfteln haben sich gelohnt: In den Labors des TüftelCamps 2018 sind am Freitagnachmittag die unterschiedlichsten Forschungsmobile unterwegs. Die 200 Jungs und Mädels haben nicht nur tolle Mobile gebaut. Sie haben auch einiges gelernt über Kinetik. Und dass Plan A manchmal nicht funktioniert. Und vielleicht auch Plan B nicht. So ist das halt beim Tüfteln.

Voller Stolz ziehen die 16 Tüftler und Tüftlerinnen aus dem Machwerk ihre Forschungsmobile über das Fabrikgelände des Winterthurer Lagerplatzes. Drei Tage lang haben sie an diesen Mobilen herumstudiert, getüftelt und gewerkelt. Es hat sich gelohnt: Da ist zum Beispiel ein grosser Wagen mit drei kleinen Trommeln, die durch kleine Verbindungsarme automatisch bespielt werden. Ein anderer Wagen hat eine integrierte Schaufel, die Maiskörner in ein Becken kippt. Und auf einem dritten Gefährt tanzen kleine Geister Ringelreihe.

Kinetische Verbindungen sind eine knifflige Sache

Mit dem Umzug endet das TüftelCamp 2018. Nicht nur im Machwerk Winterthur, auch in allen anderen 13 Labors. Es war ein spannendes Jahr, meinen die Kinder. Das Thema hat den meisten gefallen, für einige war es sogar das Highlight. Wie zum Beispiel für den 11-jährigen Dave aus Neuhausen. Der Maschineningenieur werden will und das Campthema "Forschungsmobil" als "Traummotto" bezeichnet.

Aber es war kein einfaches Thema, wie die Kinder, aber auch die Laborcoaches bestätigen. Diese kinetischen Verbindungen sind eine knifflige Angelegenheit. So muss man erst einmal das Prinzip verstehen - und dann auch noch millimetergenau arbeiten. Ist ein Rädchen oder eine Verbindung nicht genau am richtigen Ort, dann läuft das Mobil nicht.

Erinnerungen und Lebenslektionen, die bleiben

Aber die Tüftler und Tüftlerinnen haben es geschafft. Die Mobile fahren. Mit vielen Kniffen und mehr als einem Plan B. Und genau das ist tüfteln: Meist funktioniert es nicht auf Anhieb - und dann müssen Lösungen her. Bis der Plan aufgeht. Und vielleicht ist das Tüftelwerk am Ende ganz anders als die Ausgangsidee. Und vielleicht auch viel besser als der Plan, den man anfänglich hatte.

Die Winterthurer Tüftler und Tüftlerinnen gönnen sich nach den intensiven Tüftelstunden einen wohlverdienten Crêpe. Und erzählen ihren Eltern dabei ganz aufgeregt, was sie in den letzten Tagen alles erlebt haben.